Dienstag, 25. Dezember 2007
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philipp
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Montag, 24. Dezember 2007
Frohe Weihnachten
Auch wenn es mir schwer fällt mich mit dem Gedanken anzufreunden dass jetzt wirklich Weihnachten ist, so geht es euch vielleicht ähnlich wenn ihr euch denn vorstellt, dass es hier so 24 Grad und Strandwetter hat. Es ist auf alle Fälle eine für mich völlig neue Erfahrung. New Zealand Experience. Ich bin (achtung jetzt ist der Moment um die Neuseelandkarte auszupacken) gerade in Pahia, einem schicken Strandörtchen im Norden der Nordinsel und glücklicherweise kann ich diese tollen Tage hier auch in einem netten Hostel und mit den vier Irishboys verbringen. Leider haben die Jungs net alle so viel Spaß an Weihnachten , denn nachdem ich sie gestern an den Strand und in die Sonne geschleift habe (man muss dazu sagen ich hatte echt alle 2-3 Mal gewarnt sich dick einzucremen) liegen jetzt 2 von 4 mit einem fetten Sonnenbrand flach. Auch das ist „New Zealand Experience. Für heute steht ein großes gemeinsames Christmas Barbeque an und wir werden uns an tollen Sachen vom Grill mal richtig satt essen. Sehr schön.
Ich hoffe es geht euch, euren Freunden und Familien gut, ihr verbringt schöne deutschlandtypische Weihnachtsfeiertage. Genießt eure Zeit, so wie ich meine hier genieße. Ich denke ganz fest an euch alle da draußen. Euer Philipp
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philipp
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Mittwoch, 19. Dezember 2007
Bilder Auckland
Noch ganz schnell , bevor ich hier die Zelte abbreche. Ein paar Bilder aus Auckland!
| Auckland |
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philipp
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Auckland
Seit 4 Tagen bin ich nun in dieser wunderbar spannenden und doch auch so anderen Großstadt. Hier reiht sich altes Viktorianisches Viertel an hochmoderne Büromeile, winkt der Nikolaus vor einem Schreibwarenladen überdimensional groß mit dem Finger. Im Zentrum thront der Skytower ,von dem sich alle Nase lang jemand runter stürzt. Da hat es in anderen Ecken den Hafen und gleichzeitig auch wieder hippe Künstlerviertel. Und obendrein noch hab ich meine Arbeitsbuddies Andy , Wolfman & Monique wieder getroffen(wir haben dann mal eine echte deutsche Brotzeit genossen, mit Schwartenmagen und dunklem Brot. Traumhaft!). Mein Hostel, The Bamber House liegt auf dem Mt. Eden inmitten von Wohngebieten , ruhig, aber trotzdem nur 10 minuten vom Stadtgebiet entfernt. Allerdings, wie in letzter Zeit schon öfter zu beobachten war, mit endlos vielen Deutschen gespickt. Es scheint als 70% aller Backpacker hiuer aus good old Germany kämen. Mir machts nix. Die Stadt ist auf alle Fälle einen Besuch wert! Guckt Bilder! (jetzt, da mein Laptop wieder geht.... 160dollar hat das gekostet. Ich hättn zuhause lassen sollen!)
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philipp
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Coromandel - Fletcherbay - Hahei - Pinnacles
Da ich leider nach Coromandel keinen Laptop mehr in der Hand gehabt hatte, muss ich nun bissel gekürzt die oben aufgelisteten Stationen meiner Reise kurz zusammenfassen! Flechters Bay ist ein kleiner DOC Campingplatz "in the middle of nowhere". Genau: an der Nordspitze der Peninsula. Erreichbar nur über eine 26 km lange Schotterpiste mit (kein Witz) Flussdurchquerungen und dergleichen liegt er aber wunderbar eingebettet zwischen zwei Hügeln hat es dort ausser einem wunderschönen schwarzen Strand und fließend Kaltwasser nichts. Doch, den Coromandel Coast Walkway. Und genau den hab ich gemacht . In drei Stunden durch wunderbare Flora und Fauna, von der eh schon kleinen Feltchers Bay in die noch schnuckeligere Stony Bay. Ein wirkliches Erlebnis! Als ich dann zurück auf den Campingplatz kam, hatte sich auf dem Stellplatz gegenüber zwei neue Zelte aufgebaut und auf dem Kofferraumdeckels eines alten , blauen Volvos saß ein schwer zu schätzender Mann vom typ Surfer oder Kletterer. Letzteres stellte sich als wahr heraus und umso überraschter war, als ich dann den Kinderwagen entdeckte und die kleine Hannah mit ihrer Frisbeescheibe auf mich zukam und fragte ob ich mal mit ihr spielen wolle. Die ungewöhnliche Patchworkfamilie aus dem Großraum Ulm (Papa,Mama,Hannah(5)und Cecilia(8monate)) habe ich dann in der nächsten Nacht nochmal in Hahei getroffen , nachdem ich am Tag drauf mehr oder minder touristisch den Hotwaterbeach besucht hatte. So offen wie man sich diese Familie eben vorstellen kann, hatte ich dann wenigstens für zwei Tage großartigen Familienanschluss, denn wir haben abends noch ausgemacht , den nächsten Tag gemeinsam am Cathedral Cove Beach zu verbringen. Es war richtig schön(Vielen Dank nochmal dafür nach Ulm!)! Man darf neidisch auf die Bilder werden.
Von Hahei aus machte ich mich braungebrannt wieder auf den Weg Richtung Thames (der Kreis schließt sich) um in einem spontanen Anflug von Wahnsinn meine sportlichen Fähigkeiten und Grenzen auszuloten und die Pinnacles (792m ü NN) zu erklimmen. Der ganze Berg war, wie übrigens der Großteil der Coromandel, zur Jahrhundertwende Goldfundort und Standort der Kauriholzindustrie.Kauribäume sind die Verwandten der Mammutbäume und auch genauso groß! Leider hat man sich um die Jahrhunderwende nicht um den Umweltschutz bemüht und so den ganzen Berg kahlgefällt.Die Spuren der Blütezeit (Holzfällerlager,Trecks für Packpferde, Bahnlinen und Staudämme) sieht man noch heute und waren Teil des Aufstiegs. Alles in allem war der Trip schon eine Erfahrung die ich nicht missen möchte. Ich habe irgendwo in Anlehnung an einen bekannten Film vermerkt: Was weißt du über dich ,wenn du dein Herz nicht in der Brust klopfen und das Rauschen in den Ohren gehört hast? Das traf es auch ziemlich. (800Höhenmeter hört sich vllt. nich viel an. man muss aber bedenken, dass man bei fast Null anfangen muss!)
Oben auf der Berghütte erlebte ich dann zum ersten Mal einen 40 Geburtstag in Neuseeland.Gut, war vielleicht auch ein etwas ungewöhnlicher: Die Gäste und das Essen wurde zum Teil mit dem Hubschrauber direkt auf den Gipfel geflogen (man bedenke: Naturschutzgebiet und so!)und alle geladenen Gäste haben sich wie auf einem Kindergeburtstag bunt verkleidet!Strange. Nichts desto trotz war die Aussicht vom Berg einfach gigantisch gut! Wunderbar. Weiter gings nach..............................
A U C K L A N D.
==> Nachtrag: Bilder!!!
| Coromandel |
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philipp
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10-12-07
Heute ging es von Tauranga über Thames nach Coromandel.
Da ich etwas in Angst um meinen geliebten Toyota Starlet war (wohl eher um das Parkticket auf dem Hafenparkplatz) hab ich mich recht zeitig auf den Weg gemacht: halb 9. Ja! Early Worm catches the bird! Mhhh! Ich war überhaupt nicht traurig dem doch ganz schön nassen Tauranga den Rücken zu kehren und endlich ins vielgepriesene Coromandel Terrain einzutauchen!So ging es dann nocheinmal quer durch den ganzen Waikato Richtung Firth of Thames , dem ,laut Lonelyplanet, Tor zur Coromandel Peninsula. Es war trotz Regen eine schöne Tour. 150km. Ich hatte mich für Thames entschieden da diese alte Goldgräberstadt mit einer Minenbesichtigung und ein Mineralienmuseum, also auch was für schlechtes Wetter. Der Guide im Museum war ultrafreundlich, man muss auch dazusagen, dass ich sein erster Kunde war und er auch gleich noch gefragt hatte ob ich denn Geologie studiert hätte. Geographie, korrigierte ich aber da macht man ja auch ab und an mal was mit Steinen. Das hat ihm gefallen und ich hatte eine kleine Privatführung. Das Wetter pendelte sich auch in gemischtgrau aber trocken ein und ich hatte noch ein paar Insidertipps bekommen. Eigentlich saß ich ja schon wieder im Auto um dann doch weiter Richtung Coromandel zu fahren ( Museumsmensch: Was willst du denn jetzt noch in Thames? Coromandel Town ist viel schöner.) Dann hab ich mirs aber doch noch anders überlegt und bin in die „Stadt“ gelaufen. Sehr idyllische kleine Stadt , eine Hauptstraße und schöne alte Holzhäuser. Echt cool. Tip: Das Sola Cafe in der Hauptstraße ist über Mittag very busy aber auch sehr gut. Von Thames aus machte ich mich dann gegen 2 Uhr über eine wirklich wunderschöne aber enge Küstenstraße die 55km richtung coromandel city auf. Das ganze hat dann weit länger als eine stunde gedauert, da man ungefähr alle 500m anhält um ein Foto zu schießen, alle 2km ein Ort kommt und alle 1,5 km eine einspurige Brücke kommt. In Coro habe ich mich dann im Lions Den einquartiert, der bisher besten Wahl. Richtig urig und gemütlich. Ein Tip.
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philipp
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Nachtrag Tauranga
Gestern Abend hab ich dann mal Nägel mit Köpfen gemacht und für unglaubliche 50 Dollar ein Zelt im Warehouse gekauft. Das heißt ab sofort darf auch bei Regen gezeltet werden! Kommen wir zum unschöneren Part des gestrigen Abends. Der hinterließ irgendwie einen faden Nachgeschmack bei mir: Ich komme also vom Einkaufen zurück ins Harbourside Backpackers Tauranga. In der Gemeinschaftsküche sitzen neben dem freundlichen chilenischen Pärchen das ich seit gestern schon kannte auch noch der komische Alte Brite und am Herd steht etwas was ich zunächst nicht genau identifizieren kann. Braune Halbschuhe, graue Socken ,seltsam deformierte Obeine, Kurze khakifarbene Hosen, ein echt seltsam geschnittenes Hemd mit hinten liegenden Lüftungsschnitten gekrönt von Hosenträgern die übern Bauch spannen und lichtes aschfahles Deckhaar. Und dann macht dieses Etwas den Mund auf. Und da ist es mir schlagartig klar: Ammi Alarm. Kommt aus Seattle, ist unheimlich prollig, kaut Neuseeländisches Lamm und beschwert sich das es nicht günstig genug wäre, trinkt ein Bier nach dem anderen. Mehrmals werde ich beim Essen kochen mit Fragen gelöchert, höflich wie ich bin antworte ich auch soweit mein Gewissen es zulässt. Dieser Prollo trägt auch gleich nett allzu dünn auf. Voltaire, ob ich denn wüsste wer das sei. Ausweichantwort; ich will net mit dir über Voltaire reden. Ich geselle mich zu zwei Britischen Tierarzthelferinnen und einer Holländerin und gerade als sich ein nettes Gespräch entwickelt, zack! Poltert Prolloami von hinten wieder mal etwas unqualifiziertes durch den Raum, die Mädels rollen die Augen ich werde bissel sauer. Zirka eine Stunde später, gegen halb 1o sitzen wir mittlerweile 3 Chilenen der Alte Brite und ich zusammen mit den Mädels in der Lounge, die Mädels sind gerade am gehen, poltert Mr.WichtighatGeschichtemitLöffelngefressen schon wieder herein und fängt über Weltpolitik an. Ökonomie und dergleichen. Die Unterhaltung plätschert so vor sich hin. Ich versuche erst gar net mitzumachen. Das hat ihn scheinbar nur noch gereizt: Ob ich denn wüsste wie Adolf Hitler Millionär geworden wäre? Huch, wo kam dass denn her? Hallo ? Kacke, ich hab ja vorhin zugegeben das ich aus Deutschland komme. Nunja, der generell friedliebende Ammi noch in Kombination mit einem Briten der schon im zweiten Weltkrieg gedient und in Falkland mitgemischt hat, das konnte ja nur beim Lieblings-Wir-Ärgern-Deutsche Enden. Aber ich konnte in dem Moment einfach net anders: Ich musste einfach mal paar Sachen loswerden , von Schuldfragen und Blitzkriegen und Adolf persönlich. Ich denke mal ich habe zu allem klar Stellung bezogen. Danach war dann mal kurz Funkstille. Scheinbar war er ähnlich überrascht wie ich zwei Minuten zuvor. Bevor dann noch weiteres kam habe ich mich mal ins Bett verabschiedet. Genug Klischees.
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philipp
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